Zubehör zur Aussaat von Kakteensamen

Was muß man beachten?

Zubehör zur Aussaat von Kakteensamen

Aussaatsubstrat
Viele Kakteengärtnereien bieten hier spezielles Substrat an. Meist besteht es aus mineralischen Bestandteilen. Aber man kann natürlich auch sein eigenes Substrat mischen.
Geeignet ist fast jedes mineralische Material. Ich habe versuchsweise mal Kakteen in 100% Bimskies aufgezogen. Manche Kakteenexperten verwenden sogar Katzenstreu (von Thomas) als Sämlingssubstrat!
Für die unterste Substratschicht hat sich auch Torfmoos-Sphagnum bewährt. Es kann sehr viel Wasser aufnehmen und speichern und ist so für die ersten Wochen als Wasserspeicher sehr gut geeignet. Ein weiterer Effekt ist ein saurer pH-Wert von 3 bis 3,2 was bei den meisten Kakteen den Wuchs fördert!
Vor dem Einsatz sollte man das Substrat wegen möglicher Keime oder Pilzsporen sterilisieren. Entweder in der Mikrowelle eine halbe Stunde oder im Backofen bei 180 Grad in etwa einer ganzen Stunde behandeln und schon sind die Keime und Sporen abgetötet. Damit sich keine neuen Keime oder Schimmelpilze bilden kann man mit 0,05% iger Chinosollösung die Aussaat anstauen (von unten wässern).
Zur Abdeckung der obersten Schicht hat sich Quarzsand in 3-4 mm Körnung bewährt. Zum einen trocknet die obere Substratschicht nicht so schnell aus, zum anderen können sich auf Quarzsand keine Schimmelpilze oder Algen bilden! Und da Quarzsand lichtdurchlässig ist, bekommen die lichtkeimenden Kakteensamen das notwendige Licht trotz Abdeckung! Diese Schicht sollte aber nur hauchdünn sein.

Kunststofftöpfe
Ich verwende hier meist kleine viereckige Töpfe. Diese können dann mit optimaler Platzausnutzung in einem Zimmergewächshaus untergebracht werden. Keimfreiheit ist auch hier wieder Voraussetzung für eine erfolgreiche Kakteenaufzucht, deshalb sollte die Töpfe vor ihrem Einsatz gründlich gereinigt werden. Ab einer gewissen Größe werden dann die Sämling in andere meist größere Töpfe oder Schalen pikiert.

Zimmergewächshaus

Zimmergewächshaus
gibt es in verschiedenen Größen, mit und ohne Beheizung. Sät man ab März aus, benötigt man meist keine Beheizung. Will man aber schon im Februar oder Januar mit der Aussaat beginnen, ist eine zusätzliche Beheizung zuverlässiger. Die optimale Keimtemperatur liegt bei den meisten Kakteensamen bei 20 bis 25 Grad. Ein Gewächshaus ohne Heizmöglichkeit lässt sich aber auch leicht nachträglich durch Heizmatten oder ein Heizkabel ergänzen.
Im Prinzip ist auch jeder Behälter wie Pflanzwannen oder ähnliches verwendbar. Darauf wird nach der Aussaat und dem wässern einfach eine Glasscheibe gelegt. So hat man auch einen Gewächshauseffekt.

Beizmittel und Desinfektionsmittel
Beides wird recht konträr von vielen Kakteenfreunden diskutiert, da diese Mittel Vor- als auch Nachteile haben können.

Als Trockenbeizmittel für die Samen ist Aatiram immer noch sehr verbreitet. Bei einigen Händlern kann man es in 10g Packungen kaufen. Die Zulassung ist seit 2005 ausgelaufen, da der Inhaltsstoff krebserregend sein kann. Es wird zum Trockenbeizen von Kakteensamen verwendet. Die Samen werden nach dem reinigen und trocknen zusammen mit dem Beizmittel in einem Papiertütchen geschüttelt bzw vermischt. Danach packt man die Samen wieder in ein frisches Tütchen. Das daran haftende Beizmittel verhindert die Bildung von Pilzen, welche den Samen vernichten würden. Auch später bei der Aussaat wird so die Entstehung von Pilzen zumindest am Samen verhindert. Wenn man Samen im Fachhandel kauft, sind diese meist schon gebeizt. Wenn es unklar ist, am besten vor dem Kauf beim Verkäufer nachfragen.

Chinosol erhält man im Fachhandel oder in Apotheken als Pulver oder in Tablettenform. Unter Kakteenexperten ebenfalls umstritten, da es bei manchen Samenarten keimhemmend wirken kann. Wobei dies meiner Meinung nach auch stark von der Konzentration abhängig ist, weswegen ich diese auch in Foren weit verbreitete Meinung nicht im vollen Umfang bestätigen kann. Wenn man 0,5 Gramm auf einen Liter Wasser ansetzt, dürfte dies für die meisten Kakteensamen nicht bis kaum keimhemmend wirken. Chinosol wir meist zum ersten bewässern der Kakteensämlinge verwendet. So wird einer möglichen Pilzbildung im Substrat vorgebeugt.

Schachtelhalm-Extrakt als 0,4% Lösung wirkt auch hemmend auf Schimmelpilze im Substrat. Man kann es alleine als auch in der Kombination mit Chinosol einsetzen. Ein Vorteil beim Einsatz von Schachtelhalm-Extrakt ist das es sehr förderlich zur Stärkung der Abwehrkräfte der Pflanzen bzw. Sämlinge ist.

Arbeitet man ganz ohne diese Beizmittel wird man mit einigen bis reichlichen Verlusten auf Grund von Schimmelpilzen oder Algenbildung rechnen müssen.

Etiketten
aus Kunststoff zur Beschriftung der ausgesäten Samen. Diese erhält man im guten Kakteen- oder Pflanzenhandel.

Papiertüten oder leere Filmdosen
zum aufbewahren von Kakteensamen. Die Papiertüten sind ebenfalls im guten Kakteen- oder Pflanzenhandel erhältlich.

Erfolgreich Kakteen aus Samen ziehen:

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